Seit dem frühen Sonntagmorgen haben Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen (externer Link). In Hildesheim und Andernach legten die Beschäftigten unmittelbar nach dem Scheitern der zweiten Verhandlungsrunde kurz nach Mitternacht die Arbeit nieder.
Nachdem die Industrieverbände in den ersten Verhandlungen kein Angebot vorgelegt hatten, bewertet die IG Metall den Vorschlag der zweiten Runde als „gruselig“. Dieser umfasst bis Juli 2028 eine Einmalzahlung von 1 % des durchschnittlichen Jahresbruttos, also etwa 555 bis 800 €. Ab Juli 2028 soll das Gehalt dann um 1,3 % steigen. Im Dezember 2028 soll der Tarifvertrag auslaufen. Im Oktober belief sich die Inflationsrate auf 2,8 %. Die „Gehaltserhöhung“ würde also de facto einer Lohnkürzung gleichkommen.
Zugleich forderte die Konzernvertretung das tariflich festgeschriebene Recht, Zahlungen verschieben oder aussetzen zu können, sowie verpflichtende Gespräche über Krankenstände und Senkungen der Krankheitskosten.
Die Gewerkschaft fordert 5 % mehr Geld, Gewinnbeteiligungen sowie Gespräche zur Arbeitsplatzsicherung für die 3,7 Millionen Beschäftigten.
