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Durchsuchungen bei „Kollektiv Zwickau“

3. November 2026, 15:35 Uhr

Seit dem frühen Dienstagmorgen laufen in vier Bundesländern Durchsuchungen gegen das kommunistische „Kollektiv Zwickau (externer Link)“. Zwölf Beschuldigten im Alter zwischen 18 und 36 Jahren wird die Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ vorgeworfen. Die Maßnahmen in Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg werden vom LKA Sachsen geleitet.

Gegen vier der Beschuldigten war ein Haftbefehl erlassen worden. Ein fünfter Beschuldigter wurde festgenommen, da er sich angeblich gegen die Durchsuchung zur Wehr setzte.

Ein LKA-Sprecher begründete die „kriminelle Vereinigung“ mit angeblichen Angriffen gegen Faschisten. Das Vorgehen erinnert an das mehrjährige „Antifa Ost (externer Link)“-Verfahren, in dem vier Beschuldigte 2023 zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden waren. Dabei hatte sich das Gericht auf schwache Indizien sowie die Aussage eines wegen sexueller Gewalt ausgeschlossenen Kronzeugen berufen. Auch in diesem Verfahren waren einzelne Auseinandersetzungen mit Faschisten zu einem großen Verfahren zusammengefasst worden.

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