In Bangladesch kommt es aktuell zu heftigen Protesten von Textil-Arbeiter:innen. Aufgrund massiv gestiegener Lebenshaltungskosten fordern diese einen höheren Mindestlohn von umgerechnet 216€.
Das Arbeitsministerium der Regierung Rahman hat am Sonntag die Gründung einer Lohnkommission bekanntgegeben (externer Link). Sie soll sich unter anderem mit der Forderung streikender Textil-Arbeiter:innen befassen. Trotz der Ankündigung des Arbeitsministeriums setzten tausende Textil-Arbeiter:innen am Montag ihren Streik durch die Blockade (externer Link) einer wichtigen Verkehrsachse fort.
Die Proteste begannen am Wochenende und führten am Sonntag zur Schließung von mindestens 529 Textil-Fabriken (externer Link) im Großraum Dhaka. Eine Millionen Arbeiter:innen (externer Link) waren durch die Schließungen betroffen. Eingangstore mehrerer Fabriken und eine kleine Polizeistation wurden bei den Protesten beschädigt. Angesichts dessen hat das Innenministerium hunderte bewaffnete Grenzschutztruppen in die vom Streik betroffenen Gebiete entsandt (externer Link). 20 Protestanführer wurden festgenommen (externer Link).
