In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 2023 kenterte das Boot "Adriane" 80 Kilometer vor der griechischen Küste. Auf dem Schiff befanden sich ca. 750 Geflüchtete. Nur 104 Menschen überlebten.
Die griechische Küstenwache wusste bereits 15 Stunden vor dem Sinken von dem Boot. Die Überlebenden berichteten später, dass die "Adriane" von der griechischen Küstenwache in Schlepptau genommen wurde, um das Schiff aus griechischen Gewässern zu entfernen, wodurch es kenterte. Sogenannte "Pushbacks" werden häufig an den europäischen Außengrenzen angewendet. Trotzdem sind alle Schiffe dazu verpflichtet, Hilfestellungen zu leisten, wenn ein anderes Boot in Seenot ist.
Tareq Alaows von PRO ASYL erklärte, dass die Überlebenden wiederholt sagten: "Pylos war kein Unglück, sondern eine orchestrierte Sterbebegleitung."
Seit 2020 steigt die Zahl der Toten auf dem Mittelmeer stetig an, was auch eine Folge der verschärften EU-Grenzpolitik ist. 2024 gab es mindestens 3530 Tote.
