Am 3. und 4. Juni 1989 begann in der chinesischen Hauptstadt Peking das Tiananmen-Massaker. Zuvor hatte sich in ganz China eine Protestbewegung mit Millionen Anhänger:innen gegen die wirtschaftliche Öffnung und Liberalisierung des Landes formiert. Sie forderte eine Rückkehr zu Preiskontrollen, sowie demokratische Kontrolle über die Wirtschaft.
Auf dem zentralen Tiananmen-Platz in Peking entstand aus den Protesten ein Camp mit mehreren zehntausend Protestierenden, die sich aus Jugendlichen, und Studierenden, aber auch aus der Arbeiterklasse rekrutierten.
Die Protestierenden verhandelten zeitweise mit der Regierung. In der Nacht auf den 4. Juni stürzte dennoch die Armee das Camp. Wie viele Menschen dabei ermordet wurden, ist bis heute nicht bekannt. Das chinesische Rote Kreuz spricht von bis zu 2.600 Toten.
Während westliche Regierungen das Massaker in Reden verurteilten, förderten sie weiterhin die Wirtschaftsreformen.
