Nach der Flutkatastrophe am 10. September in der ostlibyschen Stadt Darna heizt sich die Stimmung in der Stadt immer weiter auf. Tausende Überlebende der Flut hatten am Montag gegen die lokale Regierung demonstriert und waren später vor das Haus des Bürgermeisters der Stadt gezogen und hatten es in Brand gesteckt.
Bei der Flut waren nach aktuellem Stand mindestens 11.300 Menschen gestorben, von mehr als 10.000 fehlt weiter jede Spur. Damit handelt es sich um die dritt tödlichste bekannte Flutkatastrophe. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten gehen nur extrem langsam voran, 30.000 Personen sind nach der Flut obdachlos geworden, die Gefahr von Seuchen durch verunreinigtes Wasser steigt täglich.
Die Demonstrierenden forderten unter anderem die internationale Überwachung der Verteilung von Hilfslieferungen und kritisieren die mangelnde Instandhaltung der beiden Dämme, die am 10. September gebrochen waren. Durch den anhaltenden Bürgerkrieg waren sie seit 2009 nicht mehr gewartet worden.

