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Warnstreik an Berliner Charité

18. September 2026, 17:32 Uhr

An der Berliner Charité sind am Donnerstag und Freitag Beschäftigte in den Warnstreik getreten. Der Streik richtet sich gegen die Kündigung des Entlastungstarifs (externer Link) zum 31. August, welcher einen Belastungsausgleich bei Unterbesetzung und Überbelastung festlegt. Das Ende des Entlastungstarifs bedeutet für die Beschäftigten ein weiteres Verschlechtern der Arbeitsbedingungen.

Die Geschäftsführung der Charité lehnt die Forderung mit Verweis auf die finanzielle Belastung ab. Die „Krankenkassenreform“ des Bundes habe eine Lücke in die Finanzierung gerissen, welche nun mit der Kündigung des Entlastungstarifvertrages geschlossen werden soll. Es wird mit Stellenabbau und Verschlechterung der Patientenversorgung gedroht, sollte die Umsetzung der Forderungen erfolgen.

Die Streikbereitschaft ist laut Verdi sehr hoch, die Möglichkeit der Beteiligung jedoch stark eingeschränkt. Ein Antrag der Charité auf weitreichende Notdienste wurde von dem Arbeitsgericht Berlin bewilligt. Demzufolge müssen 85% der Beschäftigten trotz Streik arbeiten. Verdi sieht darin einen Eingriff in das Streikrecht.

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