In Wuppertal ist es am Donnerstag zu einem versuchten Brandanschlag auf die Synagoge gekommen. Ein Mann soll gegen 14 Uhr zwei Beutel mit einer brennbaren Flüssigkeit an die Wand geworfen, sowie einen weiteren am Nebeneingang der Wuppertaler Synagoge ausgeleert und angezündet haben. Mitarbeitende konnten die Flammen mit Feuerlöschern schnell löschen, sodass es keine Verletzten und nur geringen Sachschaden gibt.
Der 37‑jährige Tatverdächtige wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen, und seine Wohnung durchsucht. Aufgrund seiner Äußerungen nach der Tat, geht die Staatsanwaltschaft von einem antisemitischen Hintergrund der Tat aus. Bereits 2014 (externer Link) wurde ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt.
Schon am Donnerstagabend versammelten sich viele Menschen zu einer Mahnwache. Weitere Solidaritätsaktionen sind geplant. Zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur am Sonntag soll der Schutz der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, die etwa 2.000 Mitglieder zählt, noch einmal verstärkt werden. Letztes Jahr kam es an Jom Kippur zu einem Angriff (externer Link) auf die voll besetzte Synagoge in Manchester.

