Nach der Verschleppung von mehr als 300 Schüler:innen in Nigeria ist 50 von ihnen offenbar die Flucht gelungen. Das teilte die Christliche Vereinigung Nigerias (CAN) mit.
Am Freitagmorgen waren bei einem Überfall auf ein katholisches Internat im Bundesstaat Niger 303 Schüler:innen und 12 Lehrkräfte entführt worden.
Der Vorfall ist bereits die dritte Massenentführung in einer Woche im Westen von Nigeria. Erst am Montag waren 25 Mädchen aus einer Schule im benachbarten Bundesstaat Kebbi entführt worden.
Die Hintergünde der Entführungen sind noch unklar. Häufig stehen die Verschleppungen im Kontext von Lösegeldforderungen. Im Jahr 2014 wurden 276 Schülerinnen von der islamistischen Gruppierung Boko Haram entführt und zwangsverheiratet, versklavt und vergewaltigt.
Entgegen der Behauptung, dass sich die Vorfälle ausschließlich gegen Christ:innen richten, betonen Expert:innen, dass sowohl Christ:innen als auch Muslim:innen von den Angriffen betroffen sind.
