In der Nacht auf Freitag hat das US-Militär Luftschläge gegen Ziele im Nordwesten von Nigeria durchgeführt. US-Präsident Trump erklärte, bei den Angriffen auf „ISIS“ seien viele Terroristen getötet worden.
Die mit der nigerianischen Regierung abgestimmten Angriffe kamen nach einer wochenlangen rhetorischen Eskalation der USA gegenüber Nigeria, dem die US-Regierung vorwirft, Christ:innen nicht genug vor islamistischen Angriffen zu schützen. Tatsächlich sind Muslim:innen häufiger Opfer solcher Angriffe.
Unklar ist indes, wen die Luftschläge in der Nacht tatsächlich getroffen haben. Im Bundesstaat Sokoto, der getroffen wurde, ist ISIS nicht aktiv (externer Link). Nigerianische Medien berichten von Angriffen auf die ISWAP, die in der Region des Landes jedoch nicht vertreten ist. Möglicherweise galten die Angriffe Unterstützerkreisen der ISSP, die vor allem im Niger aktiv ist.
Auch in den Bundesstaaten Zamfara und Kwara sollen laut Medienberichten Explosionsgeräusche zu hören gewesen sein.
