Bei Luftschlägen des nigerianischen Militärs sind am Wochenende über 100 Zivilist:innen getötet worden. Die Angriffe ereigneten sich in den Bundesstaaten Zamfara und Niger im Nordwesten des Landes.
Laut Verteidigungsministerium seien gezielt „Banditen“ getötet worden. Lokalen Quellen zufolge wurden allerdings öffentliche Orte, wie Marktplätze, getroffen. Im vergangenen Monat waren durch Luftangriffe bereits 200 Menschen getötet worden.
Das nigerianische Militär kämpft gegen paramilitärische Einheiten im Norden des Landes sowie dschihadistische Organisationen, darunter den „Islamischen Staat Westafrika“.
Zuletzt hat Nigeria stark an geopolitischer Bedeutung gewonnen: Bereits vor dem Krieg gegen den Iran galt das westafrikanische Land als einer der wichtigsten Rohöllieferanten für Deutschland. Die Produktion befindet sich derzeit auf Rekordhoch. Erst Anfang der Woche hat der deutsche Konsul in Nigeria bei einem Wirtschaftsgipfel neue Kooperationen angekündigt (externer Link).
