Seit einigen Tagen wird in Aserbaidschan protestiert und die Schule bestreikt, nachdem Schülerinnen mit Kopftuch der Schule verwiesen wurden. Auch Lehrerinnen wurden aufgefordert, ihr Kopftuch abzulegen, andernfalls soll ihnen Kündigungen angedroht worden sein.
Die Demonstrant:innen bezeichnen die Maßnahmen als religiöse Diskriminierung und Hindernis für die Bildung. In Aserbaidschan sind über 90% der Bevölkerung Muslime, wobei der Staat eine streng säkulare Politik durchsetzt. Kürzlich hat das Kabinett eine neue Vorschrift bezüglich der Schuluniform eingeführt. Sie verbietet Kleidung, die die „Einheitlichkeit der Kleidung beeinträchtigt“.
Die Proteste sind die größten seit Jahren. In Aserbaidschan sind nicht genehmigte Versammlungen stark eingeschränkt. In der letzten Woche nahm die Polizei hunderte Menschen fest. Medien berichten von Einschränkungen der sozialen Medien durch die Regierung. Mehrere Inhaftierte, darunter Journalist:innen und Geistliche, befinden (externer Link) sich derzeit im Hungerstreik.
