Am Freitag haben in mehreren italienischen Städten Schüler:innen-Proteste stattgefunden. Landesweit sollen laut Organisatoren rund 400.000 Menschen teilgenommen haben. In den Städten Turin und Rom kam es zu Ausschreitungen, wobei die Polizei in Turin Wasserwerfer und Tränengas einsetzte.
Der Aufruf unter dem Motto „No Meloni Day“ hatte sich direkt gegen die Regierungspolitik unter der amtierenden Ministerpräsidentin Georgia Meloni gerichtet. Die Kritik der Protestierenden richtet sich gegen den Sparkurs in der Bildungspolitik sowie hohe Lebenserhaltungskosten, bei gleichzeitig steigenden Ausgaben der „Landesverteidigung“.
Die Schüler:innen positionieren sich auch gegen das Ende September erlassene (externer Link) Schul-Dekret. Es begrenzt ab kommendem Jahr den Anteil von Schüler:innen ohne „ausreichende“ Italienischkenntnisse in einer Klasse auf 30 Prozent. Außerdem ist das Tragen von Burka oder Nikab verboten und Eltern können zu Italienischkursen verpflichtet werden.
