Am Samstagabend versammelten sich rund 2000 Männer in Hamburg nach einem Aufruf von "Muslim Interaktiv". Auf Schildern nahmen sie Bezug auf den Krieg in Palästina und Libanon und die Unterdrückung der Uiguren in China. Dabei forderten die Redner jedoch die Errichtung eines Kalifats, ein undemokratisches Großreich, das von einem religiösen Führer regiert wird.
Muslim Interaktiv ist Teil der in Deutschland verbotenen Hizb ut-Tahrir (dt. Partei der Befreiung). Mit dem Medienauftritt "Generation Islam" versuchen sie besonders junge Muslime für den Salafismus und den Hass gegen Andersdenkende zu rekrutieren. Anders als der Großteil der palästinasolidarischen Bewegung fordert Hizb ut-Tahrir keinen gerechten Frieden im Nahen Osten, sondern allein die Schaffung eines Gottesstaates unter radikal-islamistischer Vorherrschaft.
Schon im Mai veranstaltete Muslim Interaktiv eine ähnliche Demonstration in Hamburg. Trotzdem kam es erneut zu keinerlei Gegenprotest.

