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ZEIT-Quellen von Polizei beschlagnahmt

13. Oktober 2026, 13:00 Uhr

Am Montagmorgen hat das Hamburger Landeskriminalamt die ZEIT zur Herausgabe von Tonaufnahmen von Gesprächen mit Quellen gezwungen (externer Link). Die Polizei drohte mit der Durchsuchung der Geschäftsräume der Zeitung sowie der Privatwohnung einer Journalistin.

Ausschnitte der Tonaufnahmen waren kürzlich im Podcast „House of Block (externer Link)“ veröffentlicht worden, der sich mit der geplanten Kindesentführung durch die Millionenerbin Christina Block befasst.

Sie soll die Sicherheitsfirma des – vergangene Woche wegen Spionage verhafteten – ehemaligen BND-Präsidenten Hanning beauftragt haben, ihre Kinder von deren Vater in Dänemark zu entführen. Die Entführung war zusammen mit einer israelischen Sicherheitsfirma durchgeführt worden.

Laut Staatsanwaltschaft sollen mit den beschlagnahmten Aufnahmen die Glaubwürdigkeit der Aussagen von Familienangehörigen und dem Ex-Mann von Block geprüft werden.

Die ZEIT-Chefredaktion sprach von einem „Angriff auf die Pressefreiheit“. Auch der Deutsche Journalisten-Verband und Reporter ohne Grenzen verurteilten das Vorgehen der Behörden. Das Landgericht Hamburg erklärte die Maßnahme für rechtens.

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