Am fünften Jahrestag des Aufstandes in Chile sind erneut Tausende in der Hauptstadt Santiago de Chile auf die Straße gegangen. Die Demonstrierenden gedachten der historischen Bewegung, die ab dem 18. Oktober 2019 hunderttausende Chileninnen und Chilenen auf die Straße brachte.
Ausgelöst durch eine Fahrpreiserhöhung der Metro in Santiago de Chile, richteten sich die Proteste, die bis in den März 2020 anhielten, schnell auch gegen das politische System in Chile an sich und die Verfassung, die noch aus der Zeit der Diktatur von Pinochet stammt.
Im Verlauf der Proteste wurden Tausende verhaftet, 19 Menschen wurden getötet.
Die Forderungen nach tiefgreifenden Veränderungen wurden nicht erfüllt, der Prozess, eine neue Verfassung auszuarbeiten, verlief unter der Regierung des Reformisten Boric, der selbst aus der Protestbewegung kam, trotz eines Referendums im Sande.
Auch bei den Gedenkdemonstrationen kam es erneut zu Angriffen der Polizei mit Wasserwerfern.

