Am 22.Juli 2011 verübte ein norwegischer Rechtsextremist zwei Anschläge in Oslo und Utøya.
Zuerst zündete er um 15:25 vor dem Büro des Ministerpräsidenten eine Autobombe. Dabei kamen acht Menschen ums Leben und zehn wurden verletzt.
Kurze Zeit später verübte der Täter ein Massaker auf der Insel Utøya. Jugendliche der sozialdemokratischen Arbeiterpartei „Arbeidernes Ungdomsfylking" waren zu einem Feriencamp auf der Insel zusammengekommen. Das Massaker dauerte 90 Minuten und es kamen 69 Jugendliche ums Leben. Die Spezialeinheit traf erst eine Stunde nach Beginn des Massakers auf der Insel ein.
Am selben Abend wurde der Täter festgenommen. Kurz vor der Tat versendete er ein 1500 Seiten langes Manifest an 1003 E-Mails, unter ihnen Nachrichtensender und Politiker*innen. In dem Manifest beschreibt er seine neunjährige Vorbereitung auf die Anschläge und stellte antiislamische und rechtsextreme Texte zusammen. Trotz dessen wurde er zuerst als unzurechnungsfähig eingestuft.
