Am 23. Juni 1999 ist in der Nürnberger Pilsbar „Sonnenschein“ eine als Taschenlampe getarnte Rohrbombe explodiert. Aufgrund eines Konstruktionsfehlers wurde der Wirt, der 18-jährige Serkan Yildirim (externer Link), nicht tödlich verwundet.
Erst 16 Jahre später ist durch Gerichtsaussagen bekannt geworden, dass der Anschlag vom NSU begangen wurde. Das LKA hatte Yildirim zu Schutzgeld, sowie Versicherungsbetrug befragt und das Verfahren nach sechs Monaten eingestellt.
Für Yildirim folgte 2013 ein sechsstündiges Verhör, bei dem ihm Bilder von 115 Faschist:innen vorgelegt wurden. Dabei hatte er Susanne Eminger wiedererkannt (externer Link). Der Aussage wurde nie nachgegangen, bis heute ist der Anschlag unaufgearbeitet.
Im Frühjahr 2025 hatte sich das Oberlandesgericht Dresden geweigert (externer Link), Anklage gegen Susanne Eminger wegen Unterstützung des NSU zu erheben. Trotz zahlreicher Beweise, u.a. für die Beteiligung des Verfassungsschutzes, behaupten deutsche Behörden bis heute, der NSU habe zu dritt agiert.
