Am 17. Mai hatte die griechische Regierung angekündigt, dass fortan im Mavrovouni Camp auf Lesbos, nur noch Asylsuchende mit Essen versorgt werden. Somit werden jedoch bereits anerkannte Flüchtlinge und welche, deren Asylantrag abgelehnt wurde, ausgelassen. Diese Menschen stehen somit kurz vor einer Hungersnot.
Schwer trifft es, laut dem Euro-Med Human Rights Monitor, die ca. 300 Menschen, die momentan außerhalb des Asylsystems leben, die ohne einen Weg sich zu ernähren aus dem Camp gezwungen werden, genauso wie diejenigen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, unter anderem weil die Türkei für manche Staatsbürger, z.B. Afghanis oder Syrer, als „sicheres Drittland“ zählt. Jedoch nimmt die Türkei seit März 2020 keine Rückkehrer auf, dies bedeutet, die Menschen sind unsichtbar im Limbo gefangen, ohne Aussicht auf staatliche oder sonstige Hilfe. Diese Personen haben auch keine Arbeitserlaubnis, um selbst Geld für Nahrung zu verdienen.
