In der Nacht auf Donnerstag kam es zu einem mutmaßlich faschistisch motivierten Brandanschlag auf das linke Wohnprojekt "Zelle79" in Cottbus.
Obwohl ein Bewohner des Hauses die beiden Angreifer anschrie und filmte, warfen sie mehrere Molotow-Cocktails gegen das Gebäude. Wenige hundert Meter entfernt wurde der Zaun am Eingang des Jugendclubs "Chekow" angezündet. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und versuchten Mordes. Tatverdächtig sind zwei junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren.
An dem Haus hängen derzeit eine Regenbogenflagge und ein Banner. Damit wird Bezug auf die Entscheidung (externer Link) von AfD und CDU genommen, der Stadtverwaltung das Gendern zu verbieten.
In Reaktion auf wiederholte rechte Angriffe (externer Link) in der Region gründete sich 2025 die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg. Diese hatte heute zu einer Mahnwache (externer Link) aufgerufen. Im Vorfeld einer CSD-Parade am 11. Juli in Cottbus rechnet die Initiative mit neuerlichen Angriffen.
