Flüchtlingslager Maxmûr bombardiert
Das Flüchtlingslager Maxmûr in Südkurdistan/Nordirak, wurde soeben erneut vom türkischen Staat bombardiert. Genau Informationen über Ziele und Opfer des Angriffs sind noch nicht bekannt. Das Camp, welches unter dem Schutz der Vereinten Nationen steht und welchem rund 12.000 Geflüchtete wohnen, wurde bereits vor einigen Tagen bombardiert. Die Bewohner:innen stammen vor allem aus Dörfern in Nordkurdistan, die in den 90ern durch die türkische Armee entvölkert und verbrannt wurden.
Das Lager ist selbstorganisiert und wird durch einen basisdemoktatischen Volksrat verwaltet. Die Bevölkerung Maxmûrs orientiert sich dabei an den Ideen des Demokratischen Konföderalismus und Maxmûr gilt neben Nord- und Ostsyrien als Musterbeispiel für eine demokratische Selbstverwaltung.
Dies und die anhaltende Unterstützung der Bevölkerung für die Freiheitsbewegung Kurdistans sind Grund warum der türkische Staat immer wieder das Camp und seine Bewohner:innen ins Visier nimmt.

