Bei zwei Bootsunglücken vor der Küste von Myanmar sind in den letzten Wochen nach Angabe der Internationalen Organisation für Migration (IOM) über 500 Menschen ums Leben gekommen (externer Link).
Nach Angaben der IOM handelt es sich bei den Menschen vermutlich überwiegend um Rohingya. Diese sind seit Jahren in Myanmar Verfolgung ausgesetzt und fliehen daher in verschiedene Nachbarländer.
In Myanmar führt die Militärjunta derzeit einen Krieg gegen mehrere Guerillaverbände, die aus ethnischen Gruppen und teils auch aus Student:innenprotesten hervorgegangen sind.
Einige der Insass:innen der Boote stammten nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) auch aus dem Flüchtlingslager Cox's Bazar in Bangladesch. Das Lager beherbergt derzeit über eine Million Menschen. Aufgrund der anhaltenden Verfolgung haben die Menschen dort kaum eine Perspektive zur Rückkehr in ihre Heimat und versuchen, in andere Länder weiterzuflüchten. Nach dem Mittelmeer ist die Bucht von Bengalen eine der tödlichsten Migrationsrouten der Welt.
