Bei einem Bootsunglück (externer Link) vor der Küste Libyens sind über 40 Menschen ums Leben gekommen. Sieben Menschen konnten aus dem Wasser gerettet werden. Die Insassen des Boots stammten aus dem Sudan, Somalia, Nigeria und Kamerun.
Das Boot soll nach Angaben der Internationalen Organisation für Migranten am 3. November Libyen verlassen haben und aufgrund eines Motorschadens sechs Stunden später gekentert sein. Erst fünf Tage später leitete die libysche Küstenwache einen Bergungseinsatz ein. Weshalb, ist unklar.
Alleine dieses Jahr sind über 1000 Menschen bei dem Versuch die nordafrikanische Küste über das Mittelmeer zu verlassen, gestorben. Die EU-Kommission erklärte mit Blick auf das Bootsunglück, man müsse die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache ausbauen.
Dieser werden seit Jahren weitreichende Menschenrechtsverletzungen (externer Link) und Angriffe auf Seenotrettungsschiffe vorgeworfen. Erst kürzlich hatten mehrere Hilfsorganisationen daher ihre Zusammenarbeit mit ihr beendet.
