Am Mittwoch sind 19 Menschen aus Afghanistan vor der türkischen Küste in der Ägäis ertrunken. Offiziellen Angaben zufolge ist das Geflüchtetenboot der türkischen Küstenwache ausgewichen und aufgrund der Wetterbedingungen gesunken.
Die türkische Küstenwache ist dafür bekannt, gezielt Boote auf der Überfahrt nach Griechenland zu stoppen. Berichten zufolge werden die Geflüchteten danach häufig in türkische Abschiebegefängnisse gebracht. Aus diesem Grund versuchen die Menschen, solchen „Rettungsversuchen“ auszuweichen. Allein 2026 hat die türkische Küstenwache nach Zahlen der NGO Agean Boat Report bereits 3.000 Menschen an der Flucht gehindert.
Zeitgleich ertranken vor der italienischen Insel Lampedusa ebenfalls 19 Menschen, 58 konnten von der italienischen Küstenwache gerettet werden. Seit Beginn des Jahres sind im zentralen Mittelmeer mindestens 624 Menschen ertrunken. Die IOM bezeichnet dies als den „tödlichsten Start in das Jahr seit einem Jahrzehnt“.
