Bei Bootsunglücken sind in dieser Woche mindestens 54 Menschen bei dem Versuch gestorben, über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten.
Anfang der Woche kenterte ein Boot mit 70 Menschen an Bord vor der tunesischen Küste. Unter den Toten sollen sich auch Kleinkinder befindet befunden haben. In der Nacht zum Freitag sank ein Schlauchboot südwestlich des türkischen Badeorts Bodrum. 18 Menschen hatte vermutlich versucht, zu der griechischen Insel Kos überzusetzen. Zwei Überlebende wurden geborgen, zwei Menschen werden vermisst.
Seit 2014 gelten über 32.800 Migrant:innen (externer Link) rund um das Mittelmeer als vermisst. Im vergangenen Jahr starben mindestens 2.453 Menschen (externer Link) bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren.
Gleichzeitig vermehren sich auch die Angriffe auf die zivile Seenotrettung. Neben staatlichen Repressionen kam es im Herbst bereits mehrfach zu Angriffen. So feuerte die EU-geförderte sogenannte Libysche Küstenwache mehrere Hundert Schuss auf ein Rettungsschiff (externer Link).
