In der vergangenen Nacht sind erneut 15 Geflüchtete im griechischen Mittelmeerraum gestorben, nachdem ihr Boot mit einem Schiff der griechischen Küstenwache kollidierte. Viele weitere wurden schwer verletzt.
Das Boot steuerte in der Ägäis von der Türkei auf die griechische Insel Chios zu, als es von der patrouillierenden griechischen Küstenwache entdeckt wurde. Es ist bislang unklar, warum es in der Folge zu dem verheerenden Zusammenstoß kam. Allerdings gab es bereits in der Vergangenheit Angriffe der Küstenwache auf Boote mit Geflüchteten.
Griechenland wurde schon mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Angriffen mit Todesfolge bei Abfangaktionen verurteilt. Im Juni 2023 starben etwa beim "Unglück" von Pylos 600 Menschen, nachdem die griechische Küstenwache das Boot stundenlang beobachtet hatte, schließlich ein Seil daran befestigte und womöglich versuchte, das Boot durch Ziehen zum Kentern (externer Link)zu bringen.
