Das venezolanische Parlament hat am vergangenen Donnerstag eine Reform zur Förderung von Erdöl für private Investoren verabschiedet. Die Öffnung des Ölsektors ist das Ergebnis des Drucks aus den USA.
Anfang Januar hatten die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführt und in die USA überführt. Gleichzeitig flog die USA Luftangriffe durch die rund 100 Menschen getötet wurden.
Eine Anfang 2000 beschlossene Reform ermöglichte es bisher, nur mit dem staatlichen Ölkonzern PDVSA in Verbindung stehenden Gemeinschaftsunternehmen im Ölsektor tätig zu werden. Dies führte zur Abwanderung von US-Ölkonzernen aus dem Land. Mit der neuen Reform können nun auch private Konzerne eigenständig Öl fördern und verkaufen.
Zudem ermöglicht die Reform die Senkung von Gegenleistungen an den Staat für die Nutzung dessen Bodens durch Konzerne von 30 % auf bis zu 15 %. Noch am selben Tag lockerte die US-Regierung ihre Sanktionen für den Ölsektor in Venezuela.
