Seit zwei Jahren kämpfen im Sudan die Rapid Support Forces (RSF) und die Sudanesischen Streitkräfte (SAF) um die Macht im Sudan und ein Ende scheint nicht in Sicht. Es handelt sich um eine der größten humanitären Katastrophen im 21. Jahrhundert. Über zwölf Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, und die Hälfte der Bevölkerung des Landes ist von akutem Hunger bedroht.
Am Sonntag erst erklärte die RSF, dass sie die vollständige Kontrolle über das von mehr als 700.000 Binnenflüchtlingen bewohnte Zamzam-Camp eingenommen habe. Das Camp liegt im Südwesten von Nord-Darfur. Bei den Kämpfen um das Camp und die Stadt al-Fāschir sollen mindestens 200 Zivilist:innen, darunter 20 Kinder, getötet (externer Link) worden sein.
In den neuen Geländegewinnen zeichnet sich eine Teilung des Landes immer weiter ab. Im Februar kündigte de-facto Staatsoberhaupt Al-Burhan eine Übergangsregierung an. Kurz darauf teilten die RSF mit, eine Parallelregierung gründen zu wollen.

