Veröffentlichungen von Correctiv (externer Link) zufolge speicherte die AfD persönliche Daten von über tausend Journalist:innen über mehrere Jahre öffentlich einsehbar ab. Das geht aus der vergangene Woche geleakten Datensammlung der AfD hervor.
Demnach legte die AfD Listen mit Presse-Akkreditierungen über die Parteitage der letzten zehn Jahre an. Diese enthalten Daten wie private Wohnadressen von Jourbalist:innen.
Der Datenleak enthält auch E‑Mails mit Anweisungen über den Umgang mit Pressevertreter:innen. So schrieb ein Mitarbeiter im Jahr 2017 an den damaligen Pressesprecher: „Anbei die konsolidierte Presseliste. Rot = Raus“. Aus den Leaks geht zudem hervor, dass im Rahmen einer presserechtlichen Auseinandersetzung die Ermittlung der privaten Anschrift eines ZDF-Reporters erwogen wurde.
Datenschutzexpert:innen betrachten eine anlasslose und dauerhafte Speicherung von solchen Daten als unzulässig. Der Deutsche Journalisten-Verband sieht in der systematischen Ermittlung und Speicherung von privaten Adressen von Journalistinnen und Journalisten eine Gefährdung von Medienschaffenden.
