In Myanmar beginnen heute, knapp fünf Jahre nach dem Militärputsch von 2021, das erste Mal wieder Parlamentswahlen. Allerdings finden die Wahlen nur in den von der Junta kontrollierten Gebieten und unter massiven Einschränkungen durch die Junta selbst statt.
Nach dem Putsch hatte die Junta die größte Partei NLD verboten und aufgelöst. Daher wird damit gerechnet, dass die "Solidaritäts- und Entwicklungspartei der Union" die Wahl für sich gewinnen wird. Die Partei unterstützt die politischen Ambitionen des Militärs seit Jahrzehnten und vertritt einen ultranationalistischen und wirtschaftsliberalen Kurs.
Die verschiedenen Oppositionskräfte hatten zu einem Boykott der Wahl aufgerufen. Am Morgen zeichnete sich laut oppositionellen Medien nur eine geringe Wahlbeteiligung ab.
Weite Teile des Landes werden zudem weiter von oppositionellen Milizen kontrolliert. Auch in den letzten Tagen setzte die Junta ihre militärischen Angriffe auf diese Gebiete fort.
