Nach den gestrigen Parlamentswahlen in Uganda hat Oppositionsführer Bobi Wine der Regierung massiven Wahlbetrug vorgeworfen. Diese verkündete der Amtsinhaber Museveni liege in der Auszählung weit vorn. Zuvor hatte das Regierung das Militär (externer Link) in die Hauptstadt Kampala entsandt, den Zugang zum Internet (externer Link)blockiert und Live-Berichterstattung (externer Link) über Proteste verboten.
Die repressiven Maßnahmen sind für die Regierung inzwischen notwendig geworden, um an der Macht zu bleiben. Ihr Herausforderer, der vergleichsweise junge Politiker Wine ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. Schon 2021 soll er die Wahlen gewonnen haben, deren Ergebnis durch Wahlfälschung jedoch zugunsten Musevenis ausfiel.
Seit 1986 regiert Yoweri Museveni Uganda. Sein Sohn Muhoozi Kainerugaba ist Militärführer und gilt als sein Nachfolger. Museveni hat einen Staatsapparat aufgebaut, der nicht nur anlässlich der Wahlen repressiv und brutal vorgeht, sondern angesichts jeglicher Opposition.
