Einer Anfang September veröffentlichten Studie (externer Link) zufolge kann die Nutzung künstlicher Intelligenz mit einer Virus-Pandemie verglichen werden. Die Auslagerung kognitiver Fähigkeiten würde sich dabei „ansteckend“ auf Mitmenschen auswirken und Gesellschaften, ähnlich einem Viruswirt, abhängig machen.
In „Large-Language Models as a Cognitive Virus“ verknüpft ein internationales Forschungsteam bisherige experimentelle Forschung mathematisch. Sie unterscheiden dabei zwischen ungekoppelten, gekoppelten und abhängigen Menschen. Gekoppelt ist, wer nur einen Teil der kognitiven Fähigkeiten auslagert.
Die Autor:innen betonen, dass KI zur Erweiterung kognitiver Fähigkeiten genutzt werden kann. Die „Immunisierung“ bestehe darin, als Gesellschaft die kognitive Arbeit nicht auszulagern.
Wie andere Studien bereits im Frühjahr gezeigt haben, schwächt die Alltagsnutzung von KI die Fähigkeit, Probleme zu lösen (externer Link) oder Falschmeldungen zu erkennen (externer Link). Der Leistungseinbruch trete dabei bereits nach kurzer Zeit ein.

