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Behörden weiten Messenger-Überwachung aus

17. September 2026, 14:03 Uhr

Laut internen Dokumenten (externer Link) bauen Zoll und Polizei derzeit ihre Überwachung von Messenger-Diensten massiv aus. Dies berichtet netzpolitik.org. Dabei verzichten die Behörden teils auf Software wie den Staatstrojaner, um rechtliche Hürden zu umgehen.

Die Überwachung erfolgt, indem Bemate sich dauerhaften Zugang zu Messengerkonten per Web-Client oder Desktop-App verschaffen, wenn sie das Handy von Betroffenen in entsperrtem Zustand in die Hände bekommen. Dadurch können sie nicht nur Chats aus der Vergangenheit, sondern auch neue Chats auslesen und sogar selbst Nachrichten im Namen der Betroffenen verschicken.

Nach Einschätzung von Juristen ist diese Vorgehensweise rechtswidrig, da meist ohne richterlichen Beschluss gehandelt wird. Dies scheint auch dem Zoll bewusst zu sein. Aus den Dokumenten geht hervor, dass sich die Behörde in ihrer Begründung teils auf veraltete Rechtsgrundlagen berief, um die Praxis zu rechtfertigen.

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