Heute vor drei Jahren starb die iranische Kurdin Jina Amini infolge von Polizeigewalt in der iranischen Hauptstadt Teheran. Sie war wenige Tage zuvor wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Kopftuchpflicht festgenommen worden.
Ihr Tod löste mit der "Jin-Jiyan-Azadî-Revolution" die bislang größten Proteste gegen die sog. Islamische Republik aus. Diese dauerten trotz massiver Repression bis in den Dezember an. Neben einem Ende der Kopftuchpflicht und der Abschaffung der sogenannten „Sittenpolizei“ forderten die Proteste auch das Ende der islamischen Republik.
Schwerpunkt der Proteste waren vor allem Regionen, in denen ethnische Minderheiten leben. Auch der Slogan „Jin-Jiyan-Azadî“, der durch die Proteste weltweit bekannt wurde und in andere Sprachen übersetzt wurde, stammt aus der kurdischen Freiheitsbewegung.
Insgesamt wurden bei den Protesten über 550 Menschen getötet und knapp 20.000 verhaftet. Gegen Hunderte wurde im Nachhinein die Todesstrafe verhängt.

