Am Donnerstag ist es in Belgien zu Protesten gegen geplante Kürzungen im Bildungswesen gekommen. So wurden in der Hauptstadt Brüssel mehrere Straßen und im wallonischen Namur ab dem Vormittag Verkehrsknotenpunkte blockiert. Bei den Zusammenstößen mit der Polizei wurden mehrere Dutzend Demonstrant:innen festgenommen (externer Link).
Hintergrund der Proteste sind Ankündigungen der Regionalregierung der französischsprachigen Landesteile, in den nächsten Jahren 300 Mio. Euro im Bildungssektor einsparen zu wollen. Um das zu erreichen, sollen die Studiengebühren um 35 % auf 1194 Euro pro Jahr angehoben werden. Außerdem müssten Lehrkräfte der oberen Sekundarstufe zukünftig zwei Stunden pro Woche mehr für das gleiche Gehalt unterrichten.
Gleichzeitig haben sich die Militärausgaben seit 2017 mit knapp 8 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Das entspricht (externer Link) derzeit 3,5 % des Bruttoinlandsprodukts. Bis 2035 will auch Belgien aufrüsten und sich, wie auch Deutschland, auf 5 % steigern.
