In Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei, kommt es seit Donnerstag zu Protesten. Berichten zufolge wurde am Samstag eine zentrale Straße der Stadt blockiert, vor dem Regierungssitz am Süchbaatar-Platz versammelten sich zudem über 1.000 Protestierende.
Im Zentrum der Proteste steht eine hohe Arbeitslosigkeit, wachsende Armut und die zugleich weit verbreitete Korruption. Außerdem fordern die Demonstrierenden Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung und eine bessere Regelung des Verkehrs in der Millionenstadt.
In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Protesten gegen die Regierung, wobei die letzte große Mobilisierung knapp 17 Jahre zurück liegt. Die aktuellen Demonstrationen sollen die größten seit 2008 sein.
Sowohl Russland, als auch China und westliche Staaten versuchen eine gute Beziehung zur Mongolei aufrecht zu erhalten. Die Republik gilt aufgrund ihrer Position als strategisch wichtig und ist zugleich eines der rohstoffsreichsten Länder der Welt.

