In Halle haben am Donnerstag 30 von Migrant:innen geführte Geschäfte sechs Stunden geschlossen. Die Bürgerinitiative „MigraStark“ hatte zu einer Kundgebung aufgerufen, an der etwa 200 Personen teilnahmen um gegen Rassismus zu demonstrieren.
Die Organisator:innen befürchten mit dem AfD-Wahlsieg Anfang September noch stärkere gesellschaftliche Ausgrenzung und Einschränkungen für Migrant:innen. Bereits jetzt sei ein Anstieg rassistischer Vorfälle spürbar, so ein Sprecher der Initiative. Nach dem Wahlabend hätten mehrere Migrant:innen symbolisch blaue Abschiebe-Flugtickets im Briefkasten gefunden.
Neben mehreren politischen Parteien bekundete auch der ver.di-Landesverband vor Ort Unterstützung für die Arbeitsniederlegung.
Bereits vor den Landtagswahlen hatten in Magdeburg 150 Geschäfte gestreikt, um zu zeigen, dass Migrant:innen fester Bestandteil des Wirtschaftslebens sind.
In Sachsen-Anhalt steht die Regierungsbildung seit knapp zwei Monaten weiter aus. Zuletzt zog die Vorsitzende des Landesverbands der Linkspartei eine Gegenkandidatur in Erwägung.


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