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Polizei hackt alle fünf Tage mit Staatstrojanern

23. Juli 2026, 12:18 Uhr älter als 3 Monate

Die Nutzung von Spionagesoftware durch deutsche Behörden ist weiterhin stark gestiegen und befand sich 2024 auf einem Rekordhoch. Das geht aus aktuellen Statistiken des Bundesjustizamts hervor (externer Link).

Der „Staatstrojaner“ wurde im Jahr 2024 demnach 129 Mal angeordnet. 97 Anordnungen betreffen die Quellen-Telekommunikationsüberwachung, wobei Nachrichten direkt auf dem Gerät mitgelesen werden, um Verschlüsselungen zu umgehen. In 64 Fällen wurde tatsächlich gehackt. Hinzu kommen 32 Anordnungen für eine „Onlinedurchsuchung“, bei der alle Daten auf einem Gerät ausgelesen werden. 15 solcher Angriffe wurden tatsächlich durchgeführt. Am häufigsten erfolgte die Anordnung bei Drogendelikten, gehackt wurde allerdings auch gegen „kriminelle oder terroristische Vereinigungen“.

Mit einem neuen Gesetzentwurf hat die Bundesregierung jüngst eine massive Ausweitung der Hackingbefugnisse auf den Weg gebracht. So sollen künftig auch Personen gehackt werden dürfen, die noch keine Straftaten begangen haben. Zudem sollen BKA und Polizei selbstständig Angriffe gegen Dritte durchführen.

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