Nach der Ankündigung für die massenhafte Zwangsrekrutierung in Myanmar im Januar (externer Link) wurde nun die erste Runde von Jugendlichen eingezogen. Nach Aussagen der Junta sollen bis April ca. 5000 Personen in den Dienst einzuberufen werden. Das kommt zu einer Zeit, wo die Kachin Independence Army, die Kachin People's Defence Forces sowie die Arakan Army bekannt gaben (externer Link), innerhalb der letzten 16 Tage etwa 50 Junta Außenposten in der Kachin Region eingenommen zu haben.
Die Befürchtung liegt nahe, dass die Militärregierung die neuen Zwangsrekrut*innen nach kurzer Ausbildung als Kanonenfutter nutzen will und damit auch die Bevölkerung hinter sich zu vereinen versucht. In der Vergangenheit fiel die Militärjunta oftmals damit auf, ethnische Konflikte zu säen und zu stärken, um einen gemeinsamen Widerstand der verschiedenen Völker zu verhindern. Denn diese Verbundenheit sowie der gemeinsame Kampf sind die größten Bedrohungen (externer Link) für die Militärdiktatur.
