Israel gab gestern bekannt im (externer Link) nördlichen Jordantal über 800 Hektar Land zu annektieren. Die Landnahme ist die größte seit dem Oslo-Abkommen von 1993. Schon jetzt leben über 450.000 israelische Siedler*innen neben 3 Millionen Palästinenser*innen in militärisch abgeschirmten Siedlungen sowie deren Außenposten. Dabei ist die dort lebende palästinensische Bevölkerung täglicher Gewalt, Schikane und Unterdrückung ausgesetzt. Allein seit Kriegsbeginn am 7. Oktober wurden 442 Personen, davon 116 Kinder, im Westjordanland getötet (externer Link) und über 4.650 verletzt.
Finanzminister Bezalel Smotrich, selbst Siedler, gab die Annektierung im Fernsehen bekannt.
Mit der fortschreitenden Annektierung und Besatzung des Westjordanlandes steigt auch die Gewalt, (externer Link) welche die lokale palästinensische Bevölkerung auf täglicher Basis erleben muss. Parallel dazu verursacht Israels Blockade und Kriegspolitik eine Hungersnot (externer Link) in extremen Ausmaß in ihrem Krieg im Gazastreifen.
