In der rumänischen Stadt Dey haben sich zwischen August und Oktober 2025 mehrere Gefängnisinsassen Zugriff auf das System der Strafvollzugsbehörde verschafft (externer Link). Das gelang ihnen über zur Verfügung gestellte Tablets und Computer, die eigentlich für das Einreichen von Anträgen und das Anrechnen von In-App-Geld oder Haftkürzungen vorgesehen sind.
Einem Häftling gelang es dabei, die Beschränkungen der App zu umgehen und somit Zugriff auf die Daten des Druckersystems zu erhalten. Darüber gelangte dieser dann zu Anmeldedaten für die Administratorrechte der App. Dadurch war es möglich, die Kontosummen von Insassen in der App nach oben zu korrigieren sowie Zugriff auf pornografische Inhalte zu erlangen.
Diese Sicherheitslücke sprach sich auch in anderen Haftanstalten herum und ermöglichte zum Teil sogar die vorzeitige Freilassung einiger Insassen. Nachdem jedoch auffiel, dass ein Insasse umgerechnet über 1 Million Euro in der App besaß, flog das Ganze auf.
