Die EU und die ägyptische Regierung haben gestern ein neues Abkommen geschlossen.
Ziel des Abkommens ist es wohl, Geflüchtete von der Überfahrt nach Europa zu hindern. Vorbild des Abkommens sind ähnliche in den letzten Jahren geschlossene Vereinbarungen mit anderen Mittelmeerstaaten wie der Türkei oder Tunesien.
Im Zentrum steht für die EU die Bekämpfung der"irregulären Migration". Im Fall von Ägypten heißt das das Zurückhalten von palästinensischen oder sudanesischen Geflüchteten.
Das Abkommen stößt auf heftige Kritik. Die EU stütze mit dem Abkommen wie auch schon bei anderen Ländern wie der Türkei oder Tunesien autoritäre Diktatoren.
Unter der aktuellen Regierung von Präsident Al Sisi hat sich die Menschenrechtslage nach dem arabischen Frühling 2011 wieder massiv verschlechtert.
Human Rights Watch spricht von "anhaltender, systematischer Unterdrückung".
