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Bundespolizei beschlagnahmt Boote von Geflüchteten

4. April 2026, 18:00 Uhr älter als 3 Monate

Gemeinsam mit anderen EU-Polizeibehörden hat die Bundespolizei Razzien gegen Schleusungen über den Ärmelkanal durchgeführt. Bei 12 Razzien in Deutschland beschlagnahmte die Bundespolizei unter anderem Schlauchboote, Schwimmwesten, sowie Waffen.

Die Schleusungsnetzwerke sollen Ausrüstung aus Asien über die Türkei nach Deutschland gebracht und von dort in Paketen weiterverkauft haben, die für mehr als 10.000 Euro in Nordfrankreich gehandelt werden. Migrant:innen zahlen für die Überfahrt bis zu 2.000 Euro, wodurch Schleuser:innen bis zu 100.000 Euro pro Überfahrt verdienen.

Eine Studie der Universität Bristol kritisiert, dass die Razzien zu mehr Todesfällen führen, da die Schleuser:innen zu schlechteren Booten und Ausrüstung greifen. Auch führe die Furcht vor Razzien zu schlechterer Vorbereitung für die Überfahrt. Im Zeitraum, in dem die Razzien zunahmen, sanken zwar die Überfahrten, die Unfälle stiegen allerdings. 2025 starben im Ärmelkanal 31 Menschen.

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