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„Entlastungen“ decken nicht mal Inflation von Lebensmitteln

2. Juli 2026, 21:02 Uhr älter als 3 Monate

Im Zuge ihres "Reformpakets" hat die Bundesregierung Steuererleichterungen für „mittlere und geringe Einkommen“ angekündigt. Tatsächlich decken diese nicht einmal die Verteuerung der Lebensmittel in den letzten Jahren.

Geplant ist die Senkung des Grundfreibetrags für die Einkommenssteuer sowie des Kinderfreibetrags. Gleichzeitig soll das Kindergeld steigen und der Spitzensteuersatz später greifen. Die Maßnahmen sind vor allem auf das klassische Familienmodell ausgelegt. Zwei Erwachsene und zwei Kinder mit einem Gesamteinkommen von 60.000 Euro sollen 600 Euro pro Jahr sparen. Damit ist knapp ein Fünftel des Anstiegs der Lebensmittelpreise seit 2021 gedeckt. Dieser beläuft sich bei einer vierköpfigen Familie auf 2.900 Euro im Jahr.

Die „Reichensteuer“ soll um 2 % auf 47 % angehoben werden. Die niedrigen Steuern auf Kapitalerträge bleiben unangetastet. Für Minijobs sieht das Gesetzespaket zeitgleich eine Anhebung um ganze 3 % Pauschalsteuersatz vor.

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