Im Kaukasus, wie weltweit, steigen die Militärausgaben laut dem Stockholm International Peace Research Institute. Aserbaidschan gibt 6,5% seiner Staatsausgaben für das Militär aus, Armenien 6,1%. Sie landen im internationalen Vergleich damit auf den Plätzen 6 und 7. In beiden Ländern bedeutet dies eine deutliche Zunahme der Aufrüstung.
Dabei war 2025 das Jahr, in dem die Nachbarn nach Vermittlung durch die USA ein Friedensabkommen unterzeichneten. 2023 hatte Aserbaidschan im Krieg die armenisch-aserbaidschanische Region Nagorno-Karabach erobert und Armenier:innen vertrieben. In der ehemaligen Hauptstadt der Region wurde nun die Kathedrale zerstört.
Nach der militärischen Niederlage und dem Friedensschluss wollte das armenische Parlament die Militärausgaben eigentlich reduzieren. Auch mit der Türkei verfolgt Armenien eine Politik der Annäherung. Bei den Parlamentswahlen im Juni wird sich herausstellen, ob dieser deeskalative Kurs fortgesetzt wird.
