Ein Mitglied des EU-Komitees, das mit der Untersuchung des „Pegasus“-Skandals betraut war, wurde währenddessen mit eben dieser Spionagesoftware infiziert. Das geht aus einer Analyse des Citizen Lab (externer Link) hervor.
Recherchen hatten 2022 den Einsatz von „Pegasus“ in 180 Ländern nachgewiesen. Die Kunden des Herstellers, der israelischen NSO Group, stammen aus 45 Ländern, 12 davon in der EU.
Die europäische Dimension des Skandals sollte ab 2022 das PEGA-Komitee aufklären. Auf dem Handy des Mitglieds Stelios Kouloglou, selbst Investigativjournalist, konnten zwei Pegasus-Installationen entdeckt werden. Die Angriffe wurden offenbar mit einer länderübergreifenden NSO-Lizenz durchgeführt.
Die NSO Group ist Ende 2025 von einem US-Investor übernommen worden. Aus den USA fließt derzeit einer Studie (externer Link) zufolge das meiste Geld in die Spyware-Industrie. Erst vor wenigen Wochen waren Pegasus-Angriffe über WhatsApp gegen zwei Journalisten aus Jordanien und Libanon bekannt geworden (externer Link).

