Heute vor 27 Jahren: Verhaftung Öcalans
Am 15. Februar 1999 wurde Abdullah Öcalan, Mitbegründer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), unter der Beteiligung mehrerer Geheimdienste in Kenia entführt und in die Türkei verschleppt. Seitdem befindet er sich in Haft auf der Gefängnisinsel Imralı.
Zuvor musste Öcalan auf Druck der Türkei Syrien verlassen. In mehreren Ländern bat er um Asyl und arbeitete unter anderem in Italien und Griechenland an einer friedlichen Lösung der kurdischen Frage. Die Versuche wurden immer wieder abgeblockt und sabotiert.
Aufgrund der koordinierten Verfolgung landete Öcalan schließlich in der griechischen Botschaft in Nairobi. Dort wurde er von einem Kommando des türkischen Geheimdienstes entführt.
Auch nach seiner Verhaftung arbeitete er weiter an einer politischen Lösung des Konflikts sowie an der theoretischen und praktischen Weiterentwicklung des kurdischen Befreiungskampfes. Letztes Jahr stieß er mit der Auflösung und Waffenniederlegung der PKK einen Friedensprozess an.