Nach dem medialen Bekanntwerden des Todes einer jungen Kölnerin während einer Fixierung in der psychiatrischen Klinik in Köln-Merheim meldete sich nun eine Zimmernachbarin zu Wort, die sich nach eigenen Aussagen gemeinsam mit Priscille K. im Raum befand und ebenfalls fixiert war. Sie hätte mehrfach um Hilfe gerufen (externer Link), aber niemand sei gekommen.
Zudem hat sich eine frühere Pflegerin der Klinik geäußert. Ihr zufolge würden dort Fixierungen teils ohne richterlichen Beschluss durchgeführt. Eine 7-Punkt-Fixierung, die länger als 30 Minuten andauert, muss allerdings richterlich beschlossen und unter dauerhafter 1‑zu-1-Betreuung durchgeführt werden.
Schon bei früheren Aufenthalten in der Klinik soll das Pflegepersonal den Raum verlassen haben, nachdem sie Medikamente an Priscille K. verabreicht hatten. Das berichtete die Schwester der Verstorbenen, die in solchen Situationen bereits früher große Angst bekommen habe.
Bereits heute fehlen (externer Link) weit über 100.000 Pflegekräfte im deutschen Gesundheitswesen.

