In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat es an mehreren Plätzen in der spanischen Exklave Ceuta gebrannt (externer Link). Dabei wurden unter anderem 42 Zelte angezündet, in denen geflüchtete Familien mit Kindern schliefen. Verletzt wurde niemand.
Bereits am Dienstag attackierten Personen das Zeltlager und warfen Steine auf die sich dort aufhaltenden Menschen. Ein Sechsjähriger wurde im Schlaf mit einer Softair-Pistole angeschossen und musste ins Krankenhaus. Die Angreifer schrien dabei angeblich: “Wir werden euch verbrennen”.
Bisher wurde niemand verhaftet und die Polizei behauptet, es habe sich um einen Zufall gehandelt, dass das Zeltlager zwei Tage später angezündet wurde.
Seitdem Ende Juli zehntausende Menschen Schutz in Ceuta suchten, ist die Lage weiter chaotisch. Viele Menschen müssen weiterhin unter extrem schlechten Bedingungen in inoffiziellen Zeltlagern verharren.
Die EU-Kommission teilte Dienstag mit, 114 Mio. Euro für den “Grenzschutz” bereitzustellen (externer Link).

