Am 11. September 1973 stürzte das chilenische Militär den demokratisch gewählten Sozialisten Salvador Allende.
Allende war 1970 Präsident Chiles geworden. Mit dem Versprechen, Armut zu bekämpfen, Bildung zu fördern und Erträge aus dem Bergbau zu verstaatlichen, erreichte seine Koalition eine Mehrheit.
Drei Jahre nach seinem Amtsantritt putschte das Militär mit Unterstützung der CIA. Akten, die 2023 veröffentlicht wurden, zeigen, dass der damalige US-Präsident Richard Nixon und Außenminister Henry Kissinger bereits Tage zuvor von dem Coup wussten.
Nach dem 11. September übernahm General Augusto Pinochet die Macht. Er regierte bis zum Ende der Militärdiktatur 1990 und arbeitete eng mit den USA zusammen. In dieser Zeit kam es zu Verfolgung und Folter politischer Gegner. Mindestens 3.216 wurden getötet.
Die chilenische Verfassung, die während Pinochets Herrschaft in Kraft trat, gilt bis heute.
Chile wird aktuell von José Antonio Kast regiert, der selbst von sich behauptet: „Auch Pinochet hätte mich gewählt.“

